Die Geisterhäuser von Esch

Trotz Wohnungskrise stehen überall im Land ganze Häuser leer. Um dagegen vorzugehen, fehlt es den Gemeinden oft nicht nur an politischem Willen, sondern auch an wirksamen Instrumenten. Ein Beispiel aus Esch/Alzette ist symptomatisch für ein nationales Problem.

„Die beiden Häuser links neben unserem werden seit Jahren nicht genutzt, genauso wenig wie das Restaurant gegenüber und die darüber liegenden Appartements im ersten und zweiten Stock“, erzählen Djo und Norbert. Mindestens die Hälfte des Wohnraums in der Straße stehe leer, schätzt das Ehepaar, das seit über zwei Jahrzehnten in einer kleinen Straße in Esch/Alzette, mitten im Bahnhofsviertel, wohnt. Eigentlich mögen sie ihr Viertel im Stadtkern, wo sich verschiedene Lebensstile mischen und die Geschäftswelt nach einer langen Durststrecke wieder etwas aufzublühen scheint.

Janina Strötgen, Reporter.lu, 08.10.2021

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