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Keen Uräiz, fir datt Bauland bebaut gëtt: e « Kaddo » fir Groussbesëtzer

En Donneschdeg de Moie war de Fuerscher vum Liser eisen Invité vun der Redaktioun.

Et feelt net u Bauterrainen am Land, mä Bauland gëtt bewosst zeréckgehalen, fir nach méi vun enger Hausse vun de Präisser ze profitéieren. Dat geet aus enger Etüd vum Liser ervir, bei där de Fuerscher Antoine Paccoud den Haaptauteur war. Hie war en Donneschdeg de Moien eisen Invité vun der Redaktioun a sot, d’Politik géing näischt dogéint ënnerhuelen.

Eng Strof, wann een Terrain zeréckhält oder eng Ureegung, wann Terrain mobiliséiert gëtt, géing et net ginn. Dat kéint ee sech als « Kaddo » virstelle fir Groussbesëtzer zanter Generatiounen, fir deen d’Allgemengheet mat hirer Aarbecht géing bezuelen, sou den Antoine Paccoud. Hien huet och drun erënnert, datt 90% vum Bauland a privaten Hänn ass. Laut Donnéeë vum Liser besëtzt och e klenge Grupp vu Leit de groussen Deel vum Bauland.

Fränz Aulner, RTL.lu, 09.09.2021

Logementsproblem – Mir brauche méi radikal Mesuren

Den Direkter vun der AIS war e Mëttwoch de Moien eisen Invité vun der Redaktioun.

D’Waardelëscht um soziale Wunnengsmaart läit bei engen 1.100 Stéit, also ronn 3.000 Leit a mer hu just eng 590 Wunnengen zur Verfügung, déi och gréisstendeels besat sinn. Dat sot de Gilles Hempel, den Direkter vun der AIS, der „Agence Immobilière Sociale“, e Mëttwoch de Moien als eisen Invité vun der Redaktioun.

RTL.lu, 25.08.2021

Accueillir, loger et accompagner

En poste depuis 2019, Jacques Vandivinit, directeur du Fonds du Logement, poursuit ses efforts de modernisation de l’établissement public pour optimiser le parcours des candidats depuis leur inscription jusqu’à leur emménagement dans une habitation à prix abordable ainsi que pour intensifier la construction de ce type de logements. Dans cet article, il nous parle des grands projets en cours et nous fait part de ses ambitions pour l’avenir du Fonds. Interview.

Lëtzebuerger Gemengen, 19.08.2021

D’Immobiliëpräisser klamme weider staark

D’Immobiliëpräisser klamme weider staark. Am éischten Trimester 2021 louchen d’Präisser 17 Prozent méi héich wéi virun engem Joer. Den Trend vun enger aussergewéinlech staarker Hausse hält deemno un – trotzdeem rechnen de Statec an den Observatoire de l’habitat domadder, datt d’Präisser am Laf vum Joer nees manner staark klammen.

Pia Oppel, 100komma7, 17.08.2021

Interview / Steuern, Gier und Hinterzimmerpolitik: Experte kritisiert Luxemburger Wohnungsbaupolitik

Der „Pacte Logement 2.0“ soll Luxemburgs Wohnungskrise lösen. Wie eigentlich auch schon dessen Vorgängerversion. Seitdem Jean-Claude Juncker (CSV) Luxemburgs Wohnungsmarkt zur Chefsache erklärt hat, um dann doch nichts gegen das Problem zu unternehmen, mangelt es nicht an Lösungsvorschlägen, um die explodierenden Preise in den Griff zu bekommen. Forscher des „Luxembourg Institute of Socio-Economic Research“ (Liser) und der Universität Luxemburg haben sich dem Problemkind der Luxemburger Politik in einer Studie gewidmet. Das Tageblatt hat sich mit Co-Autor Markus Hesse von der Universität Luxemburg über das Grundproblem der Luxemburger Wohnungsbaupolitik unterhalten.

Sidney Wiltgen, Tageblatt.lu, 11.08.2021

Studie: Luxemburgs Immobilienpreise werden künstlich in die Höhe getrieben

Laut einer Liser-Studie mangelt es in Luxemburg nicht an Bauflächen. Die hohen Preise ließen sich dadurch erklären, dass Bauträger Bauland bewusst zurückhalten würden, um so die Preise in die Höhe zu treiben.

Die Immobilienpreise in Luxemburg steigen und steigen. Aber warum? Gibt es nicht genug Bauland? Einer neuen Studie des Luxembourg Institute of Socio-Economic Research (Liser) in Zusammenarbeit mit der Uni Luxemburg und Hochschulen in Großbritannien zufolge ist das nicht der Fall. Im Gegenteil: Die horrenden Preise und der Mangel an Wohnungen seien auf das Horten von Grundstücken von einigen wenigen Großbesitzern und Bauträgerfirmen zurückzuführen. Diese nicht einmal 0,1 Prozent der Population besitze rund 50 Prozent des gesamten Baulandes in Luxemburg, schreiben die Autoren der Studie (Antoine Paccoud, Markus Hesse, Tom Becker und Magdalena Górczyńska). Die kommunalen Flächennutzungspläne würden zudem zeigen, dass – bei den derzeitigen Trends – Flächen für den Wohnungsbau für mindestens zehn Jahre zur Verfügung stehen würden.

06.08.2021, Tageblatt.lu

Landowners « hoarding » potential terrain for construction

The lack of available housing in Luxembourg has led to steep house prices, leaving many unable to afford their own home.

A new study by researchers at the University of Luxembourg has pinpointed the reason behind the country’s housing affordability crisis. According to the report, property developers and landowners knowingly develop a minimal amount of land – far less than they could – in an attempt to maximise wealth.

PDF: Housing study in full (English)

In an interview with RTL, Luxembourg Institute of Socio-economic Sesearch and London School of Economics researcher Antoine Paccoud explained that the proportion of land set aside for constructing houses represents a minimal percentage of that which is available to developers and private landowners. This is a strategic decision, according to Paccoud, as less than 0.1% of the population owns around half the available land in the Grand Duchy. The amount of state-owned land in comparison, for example, is extremely low.

Fränz Aulner, 06.08.2021, RTL Today

KONZENTRATION VON GRUNDBESITZ: Monopoly auf Luxemburgisch

Fehlt es in Luxemburg wirklich an Bauland? Eine neue Studie stellt diese oft genannte Ursache der Wohnungskrise in Frage. Demnach liegen viele nutzbare Grundstücke in den Händen weniger privater Baufirmen, die damit Angebot und Preise maßgeblich bestimmen können. 

Ob es die Großeltern sind, die Bauland für die Enkel horten, internationale Investmentfonds, die wie Heuschrecken über den luxemburgischen Immobilienmarkt herfallen, oder schlicht die Nachfrage, die das Angebot bei weitem übersteigt: Der politische Diskurs in Luxemburg kennt viele Erzählungen über die Ursachen der sich zuspitzenden Wohnungskrise. Doch meist sind die Erklärungsansätze nicht an konkreten Daten festzumachen. Sie entsprechen eher einem Bauchgefühl als einer faktischen Analyse des Marktes.

Das Problem ist offensichtlich: Die Bewegungen auf dem Immobilienmarkt sind für Außenstehende kaum nachzuvollziehen. Wer wann welches Grundstück und an wen verkauft, bleibt oft im Dunkeln. Denn in Luxemburg gibt es keinen systematischen Zugang zu den Grundbuchauszügen. Zugriff auf den gesamten Kataster haben nur Behörden und Notare.

Selbst Wissenschaftler erhalten nur begrenzten Zugang zu den sensiblen Informationen über die Eigentumsverhältnisse, meist werden die Daten dafür anonymisiert. So geht es auch dem Geografen Antoine Paccoud, der seit 2015 am „Luxembourg Institute of Socio-Economic Research“ (LISER) forscht. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört der Grundbesitz und dessen soziale Folgen.

Pit Scholtes, Reporter.lu, 06.08.2021