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Studie: Luxemburgs Immobilienpreise werden künstlich in die Höhe getrieben

Laut einer Liser-Studie mangelt es in Luxemburg nicht an Bauflächen. Die hohen Preise ließen sich dadurch erklären, dass Bauträger Bauland bewusst zurückhalten würden, um so die Preise in die Höhe zu treiben.

Die Immobilienpreise in Luxemburg steigen und steigen. Aber warum? Gibt es nicht genug Bauland? Einer neuen Studie des Luxembourg Institute of Socio-Economic Research (Liser) in Zusammenarbeit mit der Uni Luxemburg und Hochschulen in Großbritannien zufolge ist das nicht der Fall. Im Gegenteil: Die horrenden Preise und der Mangel an Wohnungen seien auf das Horten von Grundstücken von einigen wenigen Großbesitzern und Bauträgerfirmen zurückzuführen. Diese nicht einmal 0,1 Prozent der Population besitze rund 50 Prozent des gesamten Baulandes in Luxemburg, schreiben die Autoren der Studie (Antoine Paccoud, Markus Hesse, Tom Becker und Magdalena Górczyńska). Die kommunalen Flächennutzungspläne würden zudem zeigen, dass – bei den derzeitigen Trends – Flächen für den Wohnungsbau für mindestens zehn Jahre zur Verfügung stehen würden.

06.08.2021, Tageblatt.lu

Landowners “hoarding” potential terrain for construction

The lack of available housing in Luxembourg has led to steep house prices, leaving many unable to afford their own home.

A new study by researchers at the University of Luxembourg has pinpointed the reason behind the country’s housing affordability crisis. According to the report, property developers and landowners knowingly develop a minimal amount of land – far less than they could – in an attempt to maximise wealth.

PDF: Housing study in full (English)

In an interview with RTL, Luxembourg Institute of Socio-economic Sesearch and London School of Economics researcher Antoine Paccoud explained that the proportion of land set aside for constructing houses represents a minimal percentage of that which is available to developers and private landowners. This is a strategic decision, according to Paccoud, as less than 0.1% of the population owns around half the available land in the Grand Duchy. The amount of state-owned land in comparison, for example, is extremely low.

Fränz Aulner, 06.08.2021, RTL Today

KONZENTRATION VON GRUNDBESITZ: Monopoly auf Luxemburgisch

Fehlt es in Luxemburg wirklich an Bauland? Eine neue Studie stellt diese oft genannte Ursache der Wohnungskrise in Frage. Demnach liegen viele nutzbare Grundstücke in den Händen weniger privater Baufirmen, die damit Angebot und Preise maßgeblich bestimmen können. 

Ob es die Großeltern sind, die Bauland für die Enkel horten, internationale Investmentfonds, die wie Heuschrecken über den luxemburgischen Immobilienmarkt herfallen, oder schlicht die Nachfrage, die das Angebot bei weitem übersteigt: Der politische Diskurs in Luxemburg kennt viele Erzählungen über die Ursachen der sich zuspitzenden Wohnungskrise. Doch meist sind die Erklärungsansätze nicht an konkreten Daten festzumachen. Sie entsprechen eher einem Bauchgefühl als einer faktischen Analyse des Marktes.

Das Problem ist offensichtlich: Die Bewegungen auf dem Immobilienmarkt sind für Außenstehende kaum nachzuvollziehen. Wer wann welches Grundstück und an wen verkauft, bleibt oft im Dunkeln. Denn in Luxemburg gibt es keinen systematischen Zugang zu den Grundbuchauszügen. Zugriff auf den gesamten Kataster haben nur Behörden und Notare.

Selbst Wissenschaftler erhalten nur begrenzten Zugang zu den sensiblen Informationen über die Eigentumsverhältnisse, meist werden die Daten dafür anonymisiert. So geht es auch dem Geografen Antoine Paccoud, der seit 2015 am „Luxembourg Institute of Socio-Economic Research“ (LISER) forscht. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört der Grundbesitz und dessen soziale Folgen.

Pit Scholtes, Reporter.lu, 06.08.2021

“Ce sont les propriétaires et les promoteurs qui bloquent les terrains”

Le manque de logements au Luxembourg provoque une explosion des prix immobiliers, ce qui empêche de nombreuses personnes d’acquérir leur propre habitation.

Une nouvelle étude d’un groupe de chercheurs du Liser et de l’Uni.lu (Antoine Paccoud, Markus Hesse, Tom Becker et Magdalena Górczyńska) démontre que le manque de logements peut être attribué au fait que les grands propriétaires et les promoteurs mobilisent moins de terrains que ce qu’ils pourraient.

07.08.2021, RTL.lu

Groussbesëtzer hale Bauterrain zeréck, esou Etüd iwwert de Logement

De Manktem u Wunnengen zu Lëtzebuerg féiert dozou, datt d’Immobiliëpräisser explodéieren a vill Leit sech keng Wunneng méi kënne leeschten.

Dee Manktem u Wunnengen ass dorobber zeréckzeféieren, datt Groussbesëtzer a Promoteure bewosst manner Terrain mobiliséieren ewéi se kéinten, sou eng nei Etüd vun engem Grupp Fuerscher vum Liser a vun der Uni.lu (Antoine Paccoud, Markus Hesse, Tom Becker a Magdalena Górczyńska).

Fränz Aulner, 06.08.2021, RTL.lu

Services communaux : parfois, il faut forcer le registre

Des cas précis pêchés dans le rapport annuel du médiateur montrent que face aux services communaux, il faut parfois batailler. Exemples avec le registre de la population.

C’est une situation qui se présente fréquemment, d’héberger chez soi un membre de sa famille ou un proche. Pour autant, dans quelle mesure est-il possible de l’inscrire au registre de la population? Le médiateur, Claudia Monti, a eu à connaître d’un cas qui s’est soldé par un rappel à la loi.

Geneviève Montaigu, 04.08.2021, Le Quotidien

„…dann sitzen Sie vor der Tür“ – „Mieterschutz Lëtzebuerg“: Ein Gespräch mit Jean-Michel Campanella

Die Wohnungskrise ist trotz Corona das Hauptsorgenkind der Luxemburger, die Preise klettern ins Unbezahlbare – zumindest für Durchschnittsverdiener. Gerade Mieter, von denen es in Luxemburg immer mehr gibt, geben oft fast die Hälfte ihres Gehalts allein für ein Dach über ihrem Kopf aus. Um die Durchsetzung ihrer Rechte kümmert sich seit einem Jahr die Vereinigung „Mieterschutz Lëtzebuerg“. Deren Präsident, Jean-Michel Campanella, blickt im Gespräch mit dem Tageblatt auf ein turbulentes Jahr zurück – und mit Sorge in die Zukunft.

Tom Haas, 04.08.2021, Tageblatt.lu

«Le droit au logement doit être garanti»

Depuis la fin du gel des déguerpissements, 78 expulsions ont été exécutées et 220 demandes de propriétaires ont été déposées auprès des juges de paix. Une situation qui inquiète déi Lénk et les représentants des associations de locataires.

Comme le redoutaient les associations, la fin de la suspension des déguerpissements a signé le retour en masse des expulsions au Luxembourg. Car si les procédures ont été suspendues entre le 23 décembre 2020 et le 1er avril 2021, les juges de paix ont continué à statuer sur les différends entre locataires et propriétaires pendant cette trêve exceptionnelle. 

Marie Dedeban, 06.07.2021, Wort.lu

Le logement, ce facteur aggravant des inégalités

Désireux d’accueillir des personnes fuyant notamment les zones de guerre, le Luxembourg se heurte encore et toujours au manque d’hébergement. Une réalité qui pousse les autorités à créer un turn-over dans les structures d’accueil, ce qui encourage la pression sur le marché immobilier.

Le démantèlement de la structure d’accueil de bénéficiaires de protection internationale (BPI) sur le site de l’ancienne maternité du CHL s’est effectué discrètement. Mais le fait illustre en partie la délicate position du Luxembourg en matière d’accueil des réfugiés. Car si le pays affiche sa volonté de «s’engager pour une politique migratoire et d’accueil humaine» en hébergeant sur son territoire des ressortissants venus de Syrie, d’Érythrée ou du Soudan, il peine à offrir des conditions de vie équitables à ces nouveaux venus, pourtant dotés exactement des mêmes droits que les autres résidents.

Jean-Michel Hennebert, 29.07.2021, Wort.lu

Wohnungskrise in Luxemburg sorgt für Frust

LUXEMBURG – Die Wohnungskrise im Großherzogtum spitzt sich weiter zu. Unsere Leser haben uns ihre persönlichen Geschichten erzählt.

«Wir brauchen jetzt Wohnungen, nicht erst in zehn Jahren.» Mit dieser Aussage wurde vor zwei Wochen die Debatte zur Wohnungskrise in der Chamber eingeleitet. Mindestens 30.000 Menschen brauchen derzeit dringend bezahlbaren Wohnraum in Luxemburg – die Dunkelziffer wird von den Abgeordneten noch deutlich höher vermutet. Eine Situation, die den Einwohnern des Großherzogtums Angst macht. Unsere Leser haben uns ihre Geschichten erzählt.

Liz Mikos, L’Essentiel.lu, 15/07/2021