„…dann sitzen Sie vor der Tür“ – „Mieterschutz Lëtzebuerg“: Ein Gespräch mit Jean-Michel Campanella

Die Wohnungskrise ist trotz Corona das Hauptsorgenkind der Luxemburger, die Preise klettern ins Unbezahlbare – zumindest für Durchschnittsverdiener. Gerade Mieter, von denen es in Luxemburg immer mehr gibt, geben oft fast die Hälfte ihres Gehalts allein für ein Dach über ihrem Kopf aus. Um die Durchsetzung ihrer Rechte kümmert sich seit einem Jahr die Vereinigung „Mieterschutz Lëtzebuerg“. Deren Präsident, Jean-Michel Campanella, blickt im Gespräch mit dem Tageblatt auf ein turbulentes Jahr zurück – und mit Sorge in die Zukunft.

Tom Haas, 04.08.2021, Tageblatt.lu

Wohnungskrise: Schaffe, schaffe, Miete zahlen

Luxemburg hat Probleme. Ein großes ist die Wohnungskrise. Menschen gehen für bezahlbaren Wohnraum auf die Straße, manche müssen sich schon den Termin zur Erstbesichtigung erkämpfen.

„Un toit est un droit“, hieß es letzten Samstag bei der zweiten Manifestation nationale pour l’accès au logement vom Verbund „wunnrecht.lu“. Die bunten Fahnen der Gewerkschaft OGBL, des Mieterschutzes und anderer Organisationen wehten in Luxemburg-Stadt im Wind. Seit Tagen trudeln jetzt Forderungen politischer Parteien, Antworten auf parlamentarische Anfragen zur Wohnungspolitik, bemühte Pressemitteilungen des zuständigen Ministeriums zum Pacte Logement 2.0 und sozialem Wohnungsbau in den Redaktionen ein.

woxx.lu, 01.04.2021

Für ein Recht auf Wohnen – Bündnis protestiert gegen Luxemburgs überhitzten Immobilienmarkt

Das Thema Wohnen ist zum Sorgenkind der Luxemburger geworden – am Samstag rief der „Mieterschutz“ zum zweiten Mal zum Protest gegen die steigenden Preise auf dem Immobilienmarkt auf, die vergangenes Jahr ein neues Rekordhoch erreicht haben. Die Maßnahmen der Regierung gelten den Demonstranten als halbgar und ungeeignet, das Problem in den Griff zu bekommen.

Nur 19 Tage nach dem Frauenstreik füllt wieder eine Menschenmenge den Platz vor dem Bahnhof in Luxemburg-Stadt. Grauer Himmel, Nieselregen und klirrende Kälte haben die knapp 400 Demonstranten nicht vom Kommen abgehalten. Es ist der 27. März – der Europäische Tag für ein Recht auf bezahlbaren Wohnraum. Ein Recht, das durch die Preisentwicklung des Luxemburger Immobilienmarktes zusehends infrage gestellt wird. Hatten sich die Preise für den Erwerb von Wohnimmobilien 2014 noch um 4,4 Prozent erhöht, verglichen mit dem Vorjahr, so waren es 2020 satte 14,5 Prozent. Der Pandemie und der damit einhergehenden Rezession zum Trotz. Die Veranstalter der Protestaktion fordern deshalb eine Festschreibung des Rechts auf bezahlbaren Wohnraum in der Luxemburger Verfassung. Unter anderem.

Tageblatt.lu, 29.03.2021

MANIFESTATION POUR LE LOGEMENT ABORDABLE: «3.000 à 4.000 logements sociaux à construire»

Les manifestants ont marché de la gare à la place d’Armes, ce samedi après-midi, pour l’accès à un logement digne et abordable. Le point avec Jean-Michel Campanella, l’un des organisateurs, sur leurs revendications.

Un millier de personnes avaient déjà marché pour le logement abordable en octobre dernier . Jean-Michel Campanella, président de l’association de défense des locataires Mieterschutz, n’en attendait pas moins ce samedi 27 mars, pour la Journée européenne d’action pour le droit au logement. La coalition Wunnrecht, qui regroupe plusieurs associations, a organisé à cette occasion une «Manifestation nationale pour l’accès au logement digne et abordable». Une problématique qui touche de plein fouet le Luxembourg…

Paperjam.lu, 28.03.2021

Communiqué de presse commun de l’IUT et du Mieterschutz Lëtzebuerg

Le 21 janvier 2021, le Parlement européen a adopté le rapport de la Commission Emploi et Affaires sociales « L’accès au logement abordable et décent en Europe » (2019/2187(INI) avec une forte majorité de 352 voix POUR, et 179 voix CONTRE. En adoptant ce rapport, le Parlement européen confirme que le logement est un sujet majeur et une urgence dont les États membres doivent faire une priorité.

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